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Runder Tisch zum Thema Inventarabschreibungen

Am 19. Oktober 2017 veranstaltete GET Georgien, in Zusammenarbeit mit unserem Partnerinstitut ISET, einen runden Tisch zum Thema Inventarabschreibungen von natürlichen und Produktionsverlusten von Unternehmen. Dieses Thema betrifft derzeit Unternehmen, die mit verderblichen Waren arbeiten, wie etwa in der Nahrungsmittelverarbeitung, oder in deren Herstellungsprozessen technisch bedingt ein signifikanter Mengenanteil der Ware nicht im Endprodukt verbleibt. Aufgrund einer noch sehr rigiden Handhabung des Themas durch die georgischen Steuerbehörden ist es zur Zeit oft kaum möglich, diese Warenverluste für die Mehrwert- und Körperschaftssteuer als Kosten geltend zu machen. GET Georgien hatte bei einer Reihe von vorangegangenen Treffen  ein Policy Briefing vorgestellt, das Handlungsoptionen zu einer unternehmensfreundlicheren Verbesserung der Behandlung dieser Inventarabschreibungen erarbeitet und diskutiert. Wir empfehlen Georgien, ein System zu implementieren, das auf einer Balance von Vertrauen zwischen Unternehmen und Steuerbehörde, gepaart mit einer Plausibilitätsprüfung der Steuererklärungen durch die Behörden beruht. Dieses System ist z.B. in den Staaten der EU und den weiteren entwickelten Volkswirtschaften üblich und sollte auch die Kapazitäten der georgischen Behörden nicht überstrapazieren.

Beim runden Tisch waren hochrangige Vertreter der wichtigsten Regierungsbehörden wie der 1. Vizeminister für Finanzen und Direktor der Steuerbehörde, Tabuashvili und die 1. Vizeministerin für Wirtschaft, Javakhadze, anwesend, sowie weitere Vertreter der Regierung, von Steuerberaterfirmen und von betroffenen Unternehmen. Insgesamt nahmen ca. 25 Gäste an der Veranstaltung, die absichtlich als kleine, aber hochrangige Expertenrunde konzipiert war, teil. Während der Veranstaltung wurden unsere Vorschläge ausführlich vorgestellt und diskutiert, nachdem ein Vertreter des Unternehmens „Chirina“ die Probleme durch die jetzige Behandlung für sein Unternehmen überzeugend dargestellt hatte. Der Direktor unseres Partnerinstitutes, Eric Livny, moderierte die Diskussion. Es zeigte sich, dass sowohl Unternehmen als auch Regierung unseren Empfehlungen sehr positiv gegenüber stehen und es wird sich nun zeigen müssen, ob der Wille besteht, diese auch umzusetzen. Die Diskussion profitierte auch stark von den vorangegangenen bilateralen Treffen, da wir unter anderem die Komplementaritäten der vorgeschlagenen Reform mit einer bereits beschlossenen Reform der Buchhaltungspflichten herausstreichen konnten.



 
 
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